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Die wichtigsten Botschaften des Weltgesundheitstages 2004
- Bei Straßenverkehrsunfällen sterben weltweit jährlich etwa 1.26 Millionen Menschen. Mehrere Millionen Menschen erleiden zum Teil schwere Verletzungen im Straßenverkehr. Entwicklungsländer sind mit 88 Prozent der Verkehrsopfer am stärksten betroffen.
- Global ist eine Verbesserung dieser Situation nur mit integrierten und koordinierten staatlichen Aktivitäten erreichbar, bei denen Verkehrs- und Gesundheitspolitik eng verzahnt sind.
- Obwohl in Deutschland in den letzten 20 Jahren die Zahl der Verkehrstoten um mehr als die Hälfte gesunken ist (1980: 15.050 Verkehrstote, 2003: 6.606 Verkehrstote, DESTATIS), sind die Potenziale der Unfallprävention nicht erschöpft.
- Fahranfänger im Alter von 18 bis 24 Jahren sind überproportional häufig von schweren und tödlichen Verkehrsunfällen betroffen. Obwohl sie nur 8 Prozent der Gesamtbevölkerung darstellen, gehört jeder vierte Unfalltote dieser Altersgruppe an. Jede Woche sterben etwa 30 junge Fahranfänger im Straßenverkehr.
- Um die Unfallquoten der Fahranfänger zu senken, sind die Kompetenzen junger Verkehrsteilnehmer zu stärken, gerade im Hinblick auf das Erkennen ihrer besonderen Risi-ken im Straßenverkehr, wie:
1) mangelnde Fahrpraxis (Einschätzen von Fahrzeugverhalten, Geschwindigkeit,
Straßenverhältnissen),
2) Einfluss von Alkohol und Drogen und
3) Gruppendruck, der zu unvorsichtigem Fahren verleiten kann.
- Um die Potenziale der Unfallverhütung weiter auszuschöpfen, sollte die Politik die inter-ministerielle Zusammenarbeit (z.B. Gesundheits-, Verkehrs-, Familien-, Umweltressort) sowie die internationale Zusammenarbeit intensivieren. Das Thema "Straßenverkehrssicherheit" sollte dadurch auch gesellschaftlich einen höheren Stellenwert erlangen.
- Jeder einzelne Verkehrsteilnehmer sollte durch die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung und durch sicherheitsbewusstes Verhalten für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen und gerade jungen Fahranfängern so als Vorbild dienen.
gez. Michaela Goecke