
In Deutschland leben rund 56.000 Menschen mit HIV/AIDS. Von ihnen sind 47.000 Männer. Im Jahr 2006 erkrankten von den HIV-Infizierten rund 1.200 Personen an AIDS, davon 975 Männer. 600 Menschen starben an AIDS.
AIDS bleibt also trotz deutlich verbesserter Behandlungsmöglichkeiten von HIV-Infizierten eine Krankheit mit tödlichem Verlauf und ist bisher grundsätzlich nicht heilbar. Eine gute antivirale Therapie ermöglicht zwar längere Überlebenszeiten, aber die Therapien müssen lebenslang durchgeführt werden. Sie sind teilweise mit starken unerwünschten Nebenwirkungen verbunden. Eine besondere Gefahr geht auch von der steigenden Zahl resistenter Viren aus, bei denen derzeit bekannte Wirkstoffe versagen.
Im Jahr 2006 betrug die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland 2.700. Damit liegt die Zahl der HIV-Neuinfizierten weiter um etwa die Hälfte höher als in den Jahren zwischen 1999 und 2001. Männer stellen mit 2.200 Personen die größte Gruppe der Neuinfizierten dar, von ihnen sind knapp Zweidrittel Männer, die Sex mit Männern haben. Die heterosexuelle Übertragung ist mittlerweile an die zweite Stelle aufgerückt.
Die relativ hohe Rate der Neuinfektionen der letzten Jahre lässt Rückschlüsse auf unvorsichtigeres Sexualverhalten in Deutschland zu. Die wachsende Unvorsichtigkeit mag darin begründet sein, dass eine HIV-Infektion fälschlicherweise immer häufiger als eine chronische, gut behandelbare Krankheit betrachtet wird. Mit wieder verstärkter
AIDS-Aufklärung soll diesem Missverständnis in Deutschland begegnet werden.
Neben Aufklärung und Prävention spielt die Entwicklung von neuen und verbesserten Wirkstoffen zur Behandlung der Erkrankung eine große Rolle. Forschung, Politik und Pharmaindustrie stehen in einer gemeinsamen Verantwortung, die für die Entwicklung dieser Wirkstoffe nötige
HIV-Grundlagenforschung zu verstärken.
Robert-Koch-Institut (HIV/AIDS)
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
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Gib AIDS keine Chance
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Machs mit
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Welt-AIDS-Tag
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Frauen und AIDS
Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter e.V.