
Masern sind eine weltweit verbreitete akute Infektionskrankheit, die durch das Masernvirus hervorgerufen wird. Auf Grund ihrer hohen Ansteckungsfähigkeit treten Masern meist als Kinderkrankheit auf und hinterlassen eine lebenslange Immunität. In einem von 1000 Erkrankungsfällen kommt es im Verlauf der Erkrankung zu lebensbedrohlichen Komplikationen. Nach massiven Impfkampagnen sank die Zahl der
Maserntoten weltweit von 873.000 im Jahr 1999 auf 345.000 im Jahr 2005; dies entspricht einer Reduzierung um 60 Prozent.
Während in Deutschland in den 1990er Jahren von 50.000 Erkrankungsfällen pro Jahr ausgegangen wurde, ist die Zahl der gemeldeten Fälle aufgrund der durchgeführten Impfungen der Kinder mittlerweile stark zurückgegangen. Dennoch gibt es in Deutschland noch immer jährlich über 2.200 Masern-Patienten.
Ziel der WHO ist es, Masern-Erkrankungen bis zum Jahr 2010 in Europa zu eliminieren. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen mindestens 95 Prozent der Kinder bis zum Ende des zweiten Lebensjahrs zweimal geimpft sein. Die Schuleingangsuntersuchungen 2005 ergaben für Deutschland, dass die bundesweite Quote derzeit nur bei 73 Prozent liegt.
Seit dem Jahr 2001 sind die Masern und der Nachweis des Masernvirus nach dem
Infektionsschutzgesetz meldepflichtig.
Robert-Koch-Institut
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Masern- und Varizellen-Sentinel
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Masern